Bärbel Sill

arbeitete zunächst als Groß- und Außenhandelskauffrau, darauf folgte die "Familienphase" mit zwei Kindern.
Während dieser Zeit eroberte sie sich neues berufliches Terrain und machte sich mit einer Praxis für Medizinische Fußpflege selbständig. Gesundheitliche Gründe, die mit der Tätigkeit zusammenhingen, zwangen sie, sich neu zu orientieren.

Bärbel Sill liebt den Kontakt zu anderen Menschen und ihr großes Interesse an medizinischen Fragen gab den Ausschlag zu ihrer Schwesternhelferinnenausbildung. Als faszinierte Teilnehmerin von Kursen in Autogenem Training und Yoga reifte in ihr der Entschluss, selbst zu lehren.

Während der Teilnahme an einem Seminar für "Yoga für Schwangere" erfuhr sie zum ersten Mal von der Existenz der "Gesellschaft für Geburtsvorbereitung". Sofort stand für sie fest, daß sie die Ausbildung zur GfG-Geburtsvorbereiterin machen würde. Sie erreichte ihre Ziele.

Bereits Kursleiterin für Yoga, Autogenes Training, Geburtsvorbereitung, fügte sie diesem Spektrum noch eine Ausbildung in Rückenschule hinzu. Diese vier Säulen bilden das Fundament für ihre Kurse in "Beckenbodentraining", auf die sie sich im Laufe der letzten Jahre konzentriert und spezialisiert hat.

Ihr ganzes Engagement gilt den Menschen, die an Inkontinenz erkrankt sind und unter den Folgen dieser tabuisierten Krankheit leiden. Mit ihren Kursen für "Ganzheitliches Beckenbodentraining für Frauen" und "Ganzheitliches Kontinenztraining für Männer", hat sie vielen Frauen wie Männern geholfen und neuen Lebensmut gegeben.



Portrait und Lebensaufgabe

Ich habe eine Vision!

Zehn Jahre habe ich meine ganze Kraft in meine Aus- und Weiterbildung gesteckt. Heute bin ich in der glücklichen Lage, meine Hobbies zu meinem Beruf gemacht zu haben. Während der Ausbildung zur Geburtsvorbereitung kam ich mit dem Thema Beckenboden in Berührung und fragte mich, warum der Beckenbodenschwäche nur während der Schwangerschaft und Rückbildungszeit Beachtung geschenkt werden sollte. Denn ganz offensichtlich ist Beckenbodentraining für alle Frauen von Bedeutung. Nicht nur Frauen sind betroffen, sondern auch Männer, die eine Prostataoperation hinter sich haben und unter Inkontinenz leiden ist das Beckenbodentraining unerlässlich.

Deshalb habe ich es mir zur Lebensaufgabe gesetzt, das Thema Inkontinenz zu enttabuisieren. Es darf nicht länger totgeschwiegen werden. Durch meine langjährige intensive Arbeit mit Frauen und Männern, deren Leben durch die Folgen der Inkontinenz gezeichnet ist, vertrete ich diesen radikalen Standpunkt. Ich wünsche mir, daß eine öffentliche Person sich dieses Themas annimmt, wie es in den USA die aus der Serie "Denver" bekannte Schauspielerin Linda Evans als Botschafterin tut.

Ich schäme mich nicht, als Aufklärerin in Sachen Inkontinenz ein Tabu brechen zu wollen! Inkontinenz wird mehr und mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung treten müssen. Je mehr die Lebenserwartung steigt, desto mehr sind wir dieser Erkrankung ausgesetzt. Frauen, weil sie von Natur aus einen schwächeren Beckenboden haben und dadurch zur Inkontinenz neigen und Männer, weil sie häufiger an Prostatakrebs erkranken, der Inkontinenz nach sich zieht.

Inkontinenz kann für jeden von uns zur Herausforderung werden. Die Herausforderung angenommen haben im Moment hauptsächlich die Hygieneartikelhersteller, für die Inkontinenz ein Milliardengeschäft ist, das die Krankenkassen wirtschaftlich ungeheuer belastet. Volkswirtschaftlich gesehen schlägt Inkontinenz mit Unsummen zu Buche. Wäre der ganzheitliche Umgang mit Inkontinenz bekannter, ließen sich diese Kosten senken.

Inkontinenz ist eine Erkrankung und nicht bloß ein kleines hygienisches Problem, das durch Totschweigen gelöst wäre! Leider haben viel zu wenig Ärzte und Pflegepersonal in den Praxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen ein Problembewusstsein dafür und gehen angemessen damit um.

Die Berichterstattung in den Medien ist sehr häufig einseitig, weil sich die Inhalte wiederholen. Meist wird dabei nur über Medikamente, Operationstechniken, Inkontinenzeinlagen und Elektrostimulation berichtet. Beckenbodengymnastik wird höchstens in einem Nebensatz erwähnt, ganz gleich, ob es sich um Printmedien, Rundfunk oder Fernsehen handelt: Daß Inkontinenz unter einem ganzheitlichen Aspekt gesehen werden kann, ist unbekannt und bleibt daher völlig unberücksichtigt.

Mit ganzheitlichen Kursen, in denen ich Frauen Beckenbodengymnastik beibrachte, hat alles begonnen. Seither ist mir der Kampf gegen das Tabu Inkontinenz zur Lebensaufgabe geworden! Denn ich habe erfahren, welche zusätzliche schwere Belastung die Betroffenen durch die Tabuisierung dieser Erkrankung erfahren.

Seit März 1999 habe ich mein Kursangebot mit einem "Ganzheitlichen Kontinenz- und Verhaltenstraining für Männer" nach und/oder vor urologischen Eingriffen (Prostata) erweitert.


Nachweis Ausbildung Rückenschulleiterin
Nachweis Aus- und Weiterbildung in Geburtsvorbereitung

 
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