Presseveröffentlichungen

Tabuthema Blasenschwäche
Tips und Tricks von Bärbel Sill zur Behandlung verschiedenster Arten von Inkontinenz

Hanau. - Eingesetzt wurde Beckenbodentraining bislang in der Zeit der Schwangerschaft rund um die Geburt eines Kindes. Inzwischen sind Fachärzte aber zu der Überzeugung gekommen, daß ganzheitliches Beckenbodentraining ein probates Mittel ist, um die verschiedensten Arten der Inkontinenz (Blasenschwäche) wirksam zu therapieren. Es gibt bereits Ansätze, diese Form der Muskelstärkung auch nach Prostata -Operationen einzusetzen. Am Experten-Telefon des Hanauer Anzeiger wird am heutigen Dienstag,
9. Februar 1999, von 16 bis 17 Uhr mit Bärbel Sill eine Frau sitzen, die Kurse zu ganzheitlichem Beckenbodentraining anbietet und sich mit der Problematik Inkontinenz auseinandergesetzt hat. Ursprünglich hat Bärbel Sill Kauffrau gelernt, sich aber während der Familienphase weitergebildet hat in Yoga, Autogenem Training, Geburtsvorbereitung und Fußreflexzonenmassage. Mit dem Beckenbodentraining kam Bärbel Sill bei der Ausbildung zur Geburtsvorbereitung in Kontakt und fragte sich, weshalb nur während der Schwangerschaft und der Rückbildungszeit der Beckenbodenschwäche Beachtung geschenkt wird. Denn nach ihrer Ansicht ist Beckenbodentraining für alle Frauen - und viele Männer - von Bedeutung. Sie hat das ganzheitliche Beckenbodentraining zu ihrem Arbeitsschwerpunkt gemacht und ein Ratgeber-Set, bestehend aus Buch, CD oder Audio-Kassette und Poster mit Übungsanleitungen, veröffentlicht. Zu erreichen ist Bärbel Sill am heutigen Dienstag von 16 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 06181/.....
Hanauer Anzeiger, 09. Februar 1999


Männer werden alleine gelassen
Anrufer haben Probleme mit Inkontinenz nach Prostata-Operationen - Frauen suchen Hilfe

Hanau. - Bärbel Sill war nach eineinhalb Stunden nahezu pausenlosem Telefonieren geschafft, aber auch total begeistert. "Ich hätte nie gedacht, daß so viele Männer sich bei mir Rat holen. Aber das beweist, daß vor allem Prostata-Patienten nach der Operation mit ihren Inkontinenzproblemen ziemlich alleine gelassen werden."
Die Telefonaktion des Hanauer Anzeiger mit der Expertin für ganzheitliches Beckenbodentraining war ein voller Erfolg. Bärbel Sill hatte sich noch nicht richtig mit der Funktion des Apparates vertraut gemacht, da klingelte schon das Telefon und die erste Leserin war in der Leitung. Das Spektrum der Fragen war breit gefächert, verschiedene Formen der Blasenschwäche ließen sich im Gespräch feststellen. Und Bärbel Sill konnte den Fragestellern erste Tips geben.
Natürlich war es in der knapp bemessenen Zeit für jeden Anrufer nicht möglich, detaillierter auf individuelle Probleme einzugehen, doch die Expertin versuchte zumindest im Gespräch auch zu vermitteln, daß man Inkontinenz nicht als Gottgegeben hinnehmen muß, sondern es Mittel und Wege gibt, zumindest das Leiden zu lindern.
Positiv überrascht war Expertin Bärbel Sill über die große Anzahl von männlichen Anrufern, die schlußendlich mehr als die Hälfte der Fragesteller ausmachten. Hier war das Problem ziemlich dasselbe. Nach einer Prostata-Totaloperation litten die Patienten auch nach mehreren Monaten noch mehr oder weniger unter Inkontinenz. Immerhin so stark, daß ihr Wohlbefinden gestört ist und sie entschlossen sind, aktiv etwas dagegen zu tun.
Doch was tun war die Frage, die immer wieder gestellt wurde. Es stellte sich nämlich schnell heraus, daß trotz Rehabilitation und Nachsorge das Thema Inkontinenz nur am Rande behandelt worden war und die Männer mit diesem Aspekt der Nachbehandlung ziemlich alleine gelassen werden. Da konnte Bärbel Sill natürlich auf ihre ganzheitliche Beckenbodengymnastik hinweisen. Und auf die Aussicht, daß bei entsprechender Beteiligung demnächst ein spezieller Kursus für Männer angeboten werden kann.
In den Gesprächen mit Anrufern aus Hanau und Umgebung wurde auch deutlich, daß die Patienten einige Bekannte haben, die mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Trotzdem sei Blasenschwäche noch ein Tabuthema, so Bärbel Sill, obwohl es in Deutschland etwa drei bis vier Millionen Betroffene gibt - die Dunkelziffer wird mindestens ebenso hoch eingeschätzt.
Aber nicht nur Männer, auch viele Frauen interessierten sich für die Kurse und das Ratgeber-Set, bestehend aus Buch, CD oder Audio-Kassette und Poster, das Bärbel Sill im Eigenverlag herausgegeben hat. Und zwei Frauen ließen sich das Set gleich zuschicken, um gegen ihre Inkontinenz angehen zu können.
Da nicht alle Anrufer bei der Telefonaktion des Hanauer Anzeiger zu Bärbel Sill durchkamen und viele Fragen zu den Kursen, dem Set oder ganz konkreten Problemen offen bleiben mußten, hier noch einmal die Telefonnummer der Expertin 06181/441420. Bärbel Sill ist gerne bereit, Fragen zu beantworten und Tips zu geben.
Thomas Seifert, Februar 1999

Blasenschwäche trifft vor allem Frauen

(sah) Allein in Deutschland leiden mindestens drei Millionen Frauen und eine Millionen Männer unter Inkontinenz, das heißt, sie haben Schwierigkeiten, ihren Harndrang zu kontrollieren. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Inkontinenzhilfe GIH), Professor Hansjörg Melchior, unterscheidet vor allem zwei Formen der Blasenschwäche: Die Streß- und die Dranginkontinenz. Die Streßinkontinenz betrifft etwa 1,5 Millionen Frauen zwischen 20 und 60 Jahren. Bei ihnen kommt es häufig durch Entbindungen und die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren zu einer Schließmuskelschwäche. Bei Belastung (englisch "stress) der Blase, wie zum Beispiel beim Husten und Lachen, lassen sie ungewollt Wasser.

Mit zunehmendem Alter wird die Blasenmuskulatur bei vielen Menschen schwächer. In diesem Fall sprechen die Mediziner/innen von Dranginkontinenz oder ganz einfach von der "Altersblase". Der Harndrang tritt ganz plötzlich auf und führt zur vollständigen Entleerung der Blase. Eine solche Fehlsteuerung kann auch als Begleiterscheinung zu Diabetes oder zu neurologischen Erkrankungen wie Parkinson auftreten. Eine gewisse Linderung bei der Dranginkontinenz versprechen Medikamente, die die Blasenkapazität vergrößern.

"Die Basis jeder Therapie ist jedoch das Toilettentraining mit der Anpassung des Lebensrhythmus an den Blasenrhythmus", sagt Melchior. Die Patientinnen und Patienten schreiben zunächst einige Tage lang auf, zu welchen Zeiten sie zur Toilette gehen. "Wenn sie dann wissen, daß sie immer um 11,30 Uhr Wasser lassen müssen, macht es natürlich wenig Sinn, eine halbe Stunde vorher in die Stadt zu fahren", so Melchior. Die Betroffenen müßten daher lernen, ihren Tagesablauf entsprechend zu organisieren.

Gymnastik hilft

Sehr gute Erfolge lassen sich, laut Melchior, mit Gymnastik erzielen. Der Urologe rät deshalb allen Frauen ihre Beckenbodenmuskulatur (bereits vorbeugend) zu trainieren. Nach Auskunft der AOK in Ingolstadt werden in der Donaustadt allerdings keine speziellen Kurse dazu angeboten. Einzige Ausnahme ist die Rückbildungsgymnastik, zu der Hebammen Mütter nach der Geburt anleiten. Operationen spielen bei der Behandlung der Inkontinenz nur eine geringe Rolle. Melchior zufolge sind 1996 gerade einmal 36 000 Menschen wegen Blasenschwäche operiert worden.

Ein großes Manko sieht der Urologe darin, daß viele Ärztinnen und Ärzte zu wenig über die Inkontinenzformen und ihre Behandlungsmöglichkeiten wissen. Viele seiner Kolleginnen und Kollegen seien zum Beispiel der Ansicht, daß Hilfsmittel wie Einlagen nicht verschrieben werden könnten. "Wir haben es uns deshalb zum Ziel gesetzt, vor allem Hausärzte für das Problem zu interessieren", so der Mediziner. Die GIH hilft aber auch allen anderen Ratsuchenden mit Informationsmaterial zu Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und anderen Themen. (Gesellschaft für Inkontinenzhilfe in Kassel, Tel. 0561 / 78 06 04.)

Unter dem Titel "Ganzheitlichens Beckenbodentraining für Frauen aller Altersstufen" ist ein Ratgeber-Set erschienen, das aus Buch, Poster und CD beziehungsweise Hörkassette mit Übungsanleitungen besteht. Die Autorin Bärbel Sill bringt darin ihre Erfahrung aus Yoga, Autogenem Training, Rückbildungsgymnastik, Rückenschule ein.
Ilmgau Kurier, 22.03.1999

Einfühlsame und konkrete Hilfe, die Frauen jeden Alters anspricht
Bärbel Sill aus Maintal lehrt ganzheitliches Beckenbodentraining - Aufwendiges Ratgeber-Set herausgebracht -Nicht nur ein Thema für Frauen - Auch Männer können davon profitieren

Maintal (ut). - Der Wandel, den die Maintalerin Bärbel Sill (Jahrgang 1943) zumindest beruflich vollzogen hat, ist schon bemerkenswert. Ursprünglich hatte Frau Sill Groß- und Außenhandelskauffrau gelernt. Doch während der Familienphase mit zwei Kindern lernte sie medizinische Fußpflege, vollzog eine Schwesternhelferinnen-Ausbildung, beschäftigte sich mit Yoga, Autogenem Training, Geburtsvorbereitung, Rückenschule und Fußreflexzonenmassage. "Zehn Jahre habe ich meine ganze Kraft in meine Aus- und Weiterbildung gesteckt. Heute bin ich in der glücklichen Lage, meine Hobbies zu meinem Beruf gemacht zu haben", heißt es in einer Kurzbiographie auf der Rückseite ihres Buches, daß sie zum Thema "Beckenbodentraining herausgegeben hat. Das Buch ist Teil eines ganzen Ratgeber-Sets, das noch eine Übungs-CD sowie ein Poster mit anschaulichen Übungsbeispielen enthält (zu beziehen direkt bei Bärbel Sill).
Was Bärbel Sill anfängt, führt sie auch konsequent zu Ende. So ist denn nach jahrelanger Vorarbeit das erwähnte Ratgeber-Set entstanden, das sie auch noch selbst finanziert hat. Bärbel Sill kam während ihrer Ausbildung zur Geburtsvorbereitung mit dem "Thema Beckenboden" in Berührung und fragte sich, warum der Beckenbodenschwäche nur während der Schwangerschaft und Rückbildungszeit Beachtung geschenkt werden sollte. "Für mich stand fest, daß ich mich für das Beckenbodentraining als eigenständiges Kursangebot stark machen würde: Meine Erfahrungen aus den verschiedenen Schulungen habe ich in meine Kurse in Beckenbodentraining einfließen lassen, das ich unter dem ganzheitlichen Aspekt lehre", so Bärbel Sill weiter in ihrer Selbstdarstellung.
Zunächst geht es um ein rein körperliches, vorwiegend weibliches Problem bei der "Überwindung der Scham". Wer sich jedoch näher mit dem Themenkreis Beckenboden befaßt, merkt schnell, daß es sich hierbei keinesfalls um ein isoliert zu betrachtendes Phänomen handelt, das einfach mit Inkontinenz abgetan werden könne, betont Bärbel Sill in einem Redaktionsgespräch mit dem Tagesanzeiger. Erst aus der ganzheitlichen Betrachtung entstünden neue Einsichten, ein intensives Kennenlernen des "Ich Selbst". " Da werden auf einmal Zusammenhänge klar zwischen Tabuzone Beckenboden und weibliche Empfindsamkeit, Verletzlichkeit, aber auch von weiblicher Stärke und Energiefluß.
Bärbel Sill vermittelt in ihren Kursen nicht nur eine frauenspezifische Gymnastik, sondern auch einfühlsam konkrete und nachvollziehbare Hilfe, die Frauen jeden Alters anspricht und obendrein noch Spaß machen kann. Dazu gehört eben auch das schon angesprochene Ratgebe-Set für Frauen aller Altersstufen. Während dreier Sommer und an vielen Wochenenden der letzten drei Jahre sowie an vielen Tagen und in vielen Nächten ist dieses Ratgeber-Set entstanden. "Es ist umfangreicher geworden, als ich es ursprünglich geplant hatte." Und Frau Sill weiter: "Ich möchte mich bei denjenigen Frauen für das Vertrauen bedanken, die geduldig auf das Ratgeber-Set gewartet haben. Es ist ein Angebot. Finden Sie selbst heraus, was für Sie im Moment wichtig und richtig ist."
Doch nicht nur an Frauen mit Blasenschwäche wendet sich Bärbel Sills Programm, auch Männer können davon provitieren. Besonders bei Prostataleiden mache sich das Beckenbodentraining auch beim Mann positiv bemerkbar.
Für weitere Informationen steht Bärbel Sill gerne zur Verfügung.
Maintal Tagesanzeiger, Freitag, 20. März 1998


Von der Überwindung der Scham - Beckenbodentraining bei Blasenschwäche

Silke S. war Mitte vierzig, als ihr Gynäkologe eine Senkung der Gebärmutter bei ihr feststellte. "Frau S., macht Ihnen die abgesenkte Gebärmutter bereits Beschwerden?" Es fiel Silke S. nicht leicht zuzugeben, daß sie ihre Blase neuerdings nicht mehr so gut unter Kontrolle hatte. Manchmal, wenn sie herzhaft lachte oder nieste, spürte sie, wie sie gleichzeitig ein bißchen Urin verlor.

Was Silke S. da beschrieb, waren die alarmierenden Anzeichen für Streßinkontinenz, besser bekannt unter dem volkstümlichen Namen "Blasenschwäche".

Der Arzt riet ihr zum Beckenbodentraining - kein selbstverständlicher, aber ein sehr wertvoller Rat. Denn noch ist zu wenig bekannt, daß der Streßinkontinenz mit gezielter Gymnastik wirkungsvoll begegnet werden kann. Bekannter sind zumeist die durch die Werbung angepriesenen Hilfsmittel wie Kürbiskernpräparate oder Hygieneartikel.

Wie Silke S. schämen sich die Betroffenen ihres Leidens, und oft verschweigen sie es. So ist es kaum jemandem geläufig, daß er sein Problem in der Bundesrepublik mit vier Millionen anderer teilt - Tendenz steigend. Die Wahrscheinlichkeit, inkontinent zu werden, nimmt mit dem Alter zu.

Schon Hippokrates, der griechische Arzt und Begründer der wissenschaftlichen Medizin (466 bis 377 v. Chr.) beschrieb das Krankheitsbild der Inkontinenz. Letzlich verdanken wir unserem aufrechten Gang und den Errungenschaften der Zivilisation - wie dem Sitzen auf Stühlen statt auf unseren Fersen - die Anfälligkeit für Senkungserscheinungen der Gebärmutter und anderer innerer Organe und die damit verbunden für Blasen- und Beckenbodenschwäche.

Dieses Defizit trifft Männer und Frauen aller Altersgruppen, vornehmlich aber Frauen, weil sie von Natur aus einen schwächeren Beckenboden haben und dieser noch zusätzlich durch Geburten strapaziert wird. Extrem ist sicher der Fall einer Sportstudentin, die nach der Geburt ihres ersten Kindes das Studium abbrechen mußte. Die Geburt löste bei ihr eine Beckenbodenschwäche aus, die sich bei sportlichen Übungen drastisch auswirkte. In Einzelfällen muß bei einer Beckenbodenschwäche sogar eine Operation vorgenommen werden.

Durch die entstehenden hygienischen Probleme geraten viele Betroffene in die soziale Isolation. Der erste wichtige Schritt zur Hilfe ist getan, wenn man sich aus der Lage des peinlichen Verschweigens heraustraut und sich seinem Arzt oder seine Ärztin anvertraut.

Neben den üblichen Hilfsmitteln aus der Apotheke oder dem Sanitätshaus bietet das Beckenbodentraining eine gute Methode der "Hilfe zu Selbsthilfe". Es schützt wirkungsvoll vor Beschwerden bei Blasenschwäche, Beckenbodenschwäche und Harnwegsinfektionen. Beckenbodengymnastik ist für alle Altersstufen geeignet und kann ebensogut bereits vorbeugend durchgeführt werden.

Führt man sich die psychische und sozial belastenden Folgen einer Blasenschwäche vor Augen, so stellt das Beckenbodentraining eine verläßliche und angenehme Möglichkeit der Erleichterung dar. Die Aussicht auf ein wiedergewonnenes unbeschwertes Lebensgefühl sollte viele Frauen überzeugen, ihre Scham zu überwinden und es mit dem Training zu versuchen. Die Übungen sind häufig bereits nach kurzer Zeit von Erfolg gekrönt.

Speziell für Frauen bietet das Frauengesundheitszentrum Neuhofstraße e.V. in Frankfurt/Main regelmäßig Kurse in Beckenbodentraining an.
Frankfurter Rundschau, 13. April 1996

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